Hallo liebe Freunde und Freundinnen für Suchtkrankenhilfe
Mein Name ist Maria F. aus der Freundeskreisgruppe in Ahlen.
Ich bin gebeten worden ein paar Zeilen zu unserem Seminar „Wertvoll, wie ich bin!“ für Euch zu schreiben.
Das Seminar fand vom 27.03.2026 bis zum 29.03.2026 in der LVHS Freckenhorst statt. Es war ein reines Frauenseminar.
Es ging um das Selbstwertgefühl; darum „nicht zu genügen“ – besonders nach der Erfahrung mit der Sucht, ob nun als Betroffener oder als Angehörige. Ich als Angehörige habe einmal mehr viele Parallelen zu den Betroffenen erkennen können.
Vielen Freundinnen war gar nicht so klar, was sie alles in ihrem Leben schon gemeistert haben und wo sie ihre Stärke finden können. Schon die Tatsache, das wir die Sucht stoppen konnten oder uns von dem Alkoholiker und seinem Problem distanzieren konnten, um selbst gesund zu werden / bleiben, zeigt eine große Stärke.
Wir durften erkennen, dass wir alle in die eigene Kraft kommen können. Wenn dann eine Situation kommt, gelingt es uns dementsprechend zu reagieren.
Wichtig war uns auch der Austausch untereinander. Es war ein Austausch unter Gleichgesinnten. Egal ob man schon ein paar Mal zum Seminar war, oder das erste Mal. Am Samstagabend waren viele von den Eindrücken „voll“, aber bereichert.
Eines der Themen war unser innerer Kritiker. Laut Martina Toppe, unserer Seminarleiterin, ist das die Stimme, die immer mit DU spricht.
„Du kannst das nicht!“ „Du schaffst das nicht!“ „Du bist nicht genug!“ Diese Sätze brauchen gar nicht verbal ausgedrückt werden. Es agiert vieles im Unterbewussten.
Durch eine neue Stimme kann ich dem inneren Kritiker beikommen. Dafür braucht es unsere Achtsamkeit. z.B. „Ich bin schuld“ gegen „Ich habe getan was ich konnte!“
Mehr verrate ich dazu nicht. Ihr sollt gespannt sein auf weitere folgende Seminare.
Martina Toppe war wieder eine großartige Leiterin des Seminars. Sie wusste auf alle Teilnehmer einzugehen und so uns zu begleiten. Durch Humor wurde alles aufgelockert und leichter verständlich. Wir durften Fehler machen und können daraus lernen.
Es war eine Auseinandersetzung mit mir selbst und dazu kam die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.
Unser Ziel in diesem Seminar war: Stärkung des Selbstwertes und Selbstbewusstseins und die Bestätigung in meinem / unserem Tun selbst zu erfahren.
„Ich bin es Wert meine Bedürfnisse einzufordern.“
„Durch meine Wertschätzung entsteht in mir mehr Selbstliebe.“
„Ich bin gut so wie ich bin!“
„Es darf mir gut gehen, auch wenn es den anderen nicht gut geht.“
Beeindruckt, freudig, dankbar und mit vielen neuen Gedanken, die noch lange nachklingen werden, fahren wir nach Hause.
In Verbundenheit mit Euch allen Maria