Am Wochenende vom 18.09. bis 20.09.26 fand das gemeinsame Seminar des Landesvorstands mit dem Beirat in Bad Waldliesborn im Haus Holtdirk statt. Im Mittelpunkt des Wochenendes stand das Thema „Meine Stärken“. Dabei ging es darum, die eigenen Stärken besser kennenzulernen, die Wahrnehmung durch andere zu erfahren und daraus Impulse für die weitere Zusammenarbeit – auch – im Verband zu entwickeln.

Methodisch haben wir mit einer „Fremdeinschätzung“ und einer Selbsteinschätzung unserer Stärken gearbeitet. Wichtig war uns dabei, nur auf unsere Stärken zu schauen.

Freitag – Kennenlernen und eigene Stärken
Am Freitag starteten wir zunächst mit einer persönlichen Vorstellungsrunde. Dabei berichteten wir über uns, unseren beruflichen Werdegang und über unsere persönlichen Lebenserfahrungen. Anschließend beschäftigten wir uns mit unseren eigenen Stärken. Jeder von uns sollte zunächst für sich überlegen, welche persönlichen und beruflichen Stärken er bei sich selbst sieht.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, anhand von Karten mit unterschiedlichen Bildern eine Verbindung zu den eigenen Stärken herzustellen. Jeder zog eine Karte und erklärte der Gruppe, welche persönliche Stärke oder Eigenschaft er damit verbinden könnte. So entstand bereits am ersten Abend ein intensiver Austausch über unsere persönlichen Fähigkeiten und darüber, wie unterschiedlich Stärken wahrgenommen und beschrieben werden können.

Samstag – Selbst- und Fremdeinschätzung
Der Samstag stand ganz im Zeichen der praktischen Stärkenanalyse. Jana und Timo teilten uns in Gruppen auf (Fremdeinschätzung) und führten mit uns verschiedene Aufgaben durch.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit einer Aufgabe aus dem Bereich der Verbandsarbeit und Mitgliedergewinnung. Dabei wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Jana und Timo beobachtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Stärken im Verhalten und in der Zusammenarbeit sichtbar wurden.

Die andere Gruppe arbeitete gemeinsam mit Erwin am persönlichen Blick auf die eigenen Stärken. Dabei ging es sowohl um die persönliche Selbsteinschätzung als auch darum, welche Stärken die anderen Mitglieder der Gruppe bei einem selbst wahrnehmen.
Noch vor der Mittagspause wurde uns eine weitere Aufgabe zur Stärkenanalyse (Fremdeinschätzung) gestellt. Dabei wurde uns eine Situation vorgegeben, in der wir ein Erbe beziehungsweise eine Spende zu vergeben hatten. Dafür standen uns acht verschiedene mögliche Spendenempfänger zur Auswahl. Wir mussten uns gemeinsam für einen Empfänger entscheiden. Vor der Entscheidung war eine ausführliche Diskussion innerhalb der Gruppe notwendig. Dabei mussten unterschiedliche Meinungen und persönliche Prioritäten berücksichtigt werden.

Auch bei dieser Aufgabe wurden wir von Jana und Timo beobachtet. Es ging dabei nicht nur um die letztendliche Entscheidung, sondern vor allem darum, wie wir miteinander diskutieren, argumentieren, Entscheidungen treffen und mit unterschiedlichen Meinungen umgehen.

Die andere Gruppe hatte währenddessen die Aufgabe, sich gegenseitig ein Feedback zu den persönlichen Stärken zu geben. „Wie sieht mein unmittelbares Umfeld mich?“

Am Nachmittag zogen sich Jana und Timo zurück, um die bisherigen Beobachtungen und Ergebnisse zur Fremdeinschätzung auszuwerten. Sie arbeiteten bis in die Nacht hinein, damit uns bereits an diesem Wochenende erste Auswertungen präsentiert werden konnten.

Ein erster Blick auf das Riemann-Thomann-Modell
Gemeinsam, also in der gesamten Gruppe, beschäftigten wir uns anschließend mit dem Riemann-Thomann-Modell. Dabei betrachteten wir verschiedene menschliche Verhaltens- und Orientierungsmuster, unter anderem:

– Näheorientierung
– Distanzorientierung
– Kreative Orientierung
– Ordnungsorientierung

Wir setzen uns damit auseinander, welche Chancen und Stärken, aber auch welche Herausforderungen mit den jeweiligen Ausrichtungen verbunden sein können. Die Ergebnisse wurden von uns anschließend im Plenum vorgestellt und gemeinsam besprochen. Dabei wurde deutlich, dass unterschiedliche Persönlichkeiten und Stärken für eine gemeinsame Verbandsarbeit eine große Bereicherung sein können.

Sonntag – Auswertung und Blick auf die Verbandsarbeit
Am Sonntag stand die abschließende Auswertung im Mittelpunkt.

Erwin stellte uns die Ergebnisse der Selbsteinschätzung vor. Anschließend präsentierten Jana und Timo die Ergebnisse ihrer Fremdeinschätzung, die sich aus den Beobachtungen der verschiedenen Aufgaben ergeben hatte.

Besonders interessant war dabei der Vergleich zwischen der eigenen Wahrnehmung und der Wahrnehmung durch andere. Dadurch können wir erkennen, wo Selbst- und Fremdbild übereinstimmen und wo es möglicherweise Unterschiede gibt.

Auf Grundlage der herausgearbeiteten Stärken beschäftigten wir uns anschließend mit der Frage: „Was möchten wir in unserem Verband verändern oder weiterentwickeln? Und wie können wir uns einbringen?“

Dabei ging es darum, die persönlichen Stärken nicht nur für sich selbst zu betrachten, sondern auch zu überlegen, wie diese Stärken in die zukünftige Arbeit des Verbandes eingebracht werden können.

Zum Abschluss des Seminars fand eine gemeinsame Abschlussrunde statt. Jeder von uns gab eine positive Aussage oder Rückmeldung zu jedem von uns.

Dabei wurde noch einmal deutlich, wie wertvoll der offene Austausch, die gegenseitige Wahrnehmung und die gemeinsame Arbeit an unseren Stärken für die Gruppe waren.

Ein großes Dankeschön geht an Jana, Timo und Erwin, die dieses besondere und abwechslungsreiche Wochenende der Stärkenanalyse vorbereitet, begleitet und ausgewertet haben.

Durch die verschiedenen Übungen und Aufgaben konnten wir nicht nur unsere eigenen Stärken besser kennenlernen, sondern auch erfahren, welche Stärken andere in uns sehen. Gleichzeitig haben wir wichtige Impulse für unsere Zusammenarbeit und die zukünftige Arbeit im Verband erhalten.

Es war ein intensives, lehrreiches und zugleich sehr persönliches Wochenende, das uns als Gruppe weiter zusammengebracht hat.

Freundeskreis Lübbecke & stellv. Vorstand
Sven Kütenbrink