Bericht über das Wochenendseminar vom 25.09. bis 27.09. im KönzgenHaus in Haltern am See

Das Thema des Wochenendes war „Hilfe zur Selbsthilfe“. Gemeinsam haben wir darüber gesprochen, was Selbsthilfe für jeden Einzelnen bedeutet, wie wir uns gegenseitig unterstützen können und was wir selbst dazu beitragen müssen, damit sich etwas verändert.

 Samstagvormittag – Selbstwirksamkeit
Am Samstagvormittag haben wir uns mit dem Thema Selbstwirksamkeit beschäftigt. Dabei ging es darum, zu erkennen, dass jeder von uns etwas bewegen und sein eigenes Leben beeinflussen kann. Oft ist es nicht einfach, an sich selbst zu glauben oder Veränderungen anzugehen.

Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß, ein offenes Gespräch oder die Erfahrung, dass andere ähnliche Situationen erlebt haben. Genau hier setzt Selbsthilfe an. Wir können uns gegenseitig Mut machen und voneinander lernen. Die Schritte gehen muss aber jeder selbst. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich selbst etwas zuzutrauen und auch kleine Fortschritte wahrzunehmen.

Nicht alles muss sofort gelingen. Wichtig ist, dass man anfängt und sich nicht gleich entmutigen lässt. Samstag – Austausch im World-Café im Laufe des Samstags haben wir in Form eines World-Cafés in verschiedenen Gesprächsrunden zusammengearbeitet. Dabei konnten wir unsere Gedanken und Erfahrungen austauschen und gemeinsam Ideen sammeln.

Wir haben darüber gesprochen, was Selbsthilfe für uns persönlich bedeutet und was eine gute Gruppe ausmacht. Dabei kamen viele wichtige Begriffe zusammen, wie Ehrlichkeit, Vertrauen, Respekt, Offenheit, Mut, Motivation und Verlässlichkeit.

Es wurde deutlich, dass eine Gruppe nur dann gut funktionieren kann, wenn man sich gegenseitig zuhört, offen miteinander umgeht und jeder die Möglichkeit hat, seine Meinung zu sagen. Auch unterschiedliche Ansichten gehören dazu. Entscheidend ist, dass wir respektvoll miteinander umgehen. Für mich wurde dabei noch einmal deutlich, dass Selbsthilfe mehr bedeutet, als sich regelmäßig zu Gruppentreffen zu sehen.

Es geht darum, füreinander da zu sein, Erfahrungen zu teilen und auch schwierige Themen anzusprechen. Eigenverantwortung – Was kann ich selbst tun? Ein weiterer wichtiger Punkt war die Eigenverantwortung. Wir haben darüber gesprochen, dass jeder selbst etwas dazu beitragen muss, damit sich im eigenen Leben etwas verändert. Es ist wichtig, Probleme nicht einfach beiseitezuschieben, sondern sie anzugehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Dabei darf man auch Fehler machen.

Wichtig ist, daraus zu lernen und weiterzumachen. Natürlich muss niemand alles allein schaffen. Genau dafür gibt es unsere Selbsthilfegruppen. Wir können uns gegenseitig unterstützen, zuhören und Mut machen. Trotzdem kann uns niemand alle Schritte abnehmen. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm guttut und was er verändern möchte.

Auch die Rolle der Gruppenleitung wurde angesprochen. Sie gibt Orientierung und hilft dabei, die Treffen zu gestalten. Eine Gruppe lebt aber nicht allein von ihrer Leitung. Jeder Einzelne kann sich einbringen und dazu beitragen, dass sich alle wohlfühlen und ernst genommen werden. Was wollen wir verändern und was soll bleiben? Wir haben uns auch Gedanken darüber gemacht, wie sich unsere Freundeskreisgruppen weiterentwickeln können. Dabei ging es unter anderem um neue Ideen, andere Kommunikationswege und die Frage, wie wir auch jüngere Menschen für die Selbsthilfe interessieren können.

Gleichzeitig waren wir uns einig, dass wichtige Dinge erhalten bleiben müssen: persönliche Gespräche, Vertrauen, Zusammenhalt und das Gefühl, mit seinen Sorgen nicht allein zu sein. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und schnelllebig geworden ist, sind persönliche Begegnungen und ehrlicher Austausch besonders wertvoll.

Wie kommen wir in die Puschen?
Eine Frage hat uns besonders beschäftigt: Wie schaffen wir es, unsere guten Ideen auch wirklich umzusetzen? Denn es ist eine Sache, über Veränderungen zu reden. Eine andere ist es, anschließend auch etwas dafür zu tun. Dafür braucht es Menschen, die mitmachen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, neue Wege auszuprobieren. Wir müssen nicht alles auf einmal verändern. Manchmal reicht es, mit einer kleinen Sache anzufangen. Wichtig ist, dass wir nicht nur darüber sprechen, sondern gemeinsam ins Handeln kommen.

Mein persönliches Fazit:

Das Wochenende hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Selbsthilfe ist und wie viel wir voneinander lernen können. Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen mit, und gerade dadurch können wir uns gegenseitig helfen.

Ich nehme aus den Gesprächen mit, dass wir mehr auf unsere eigenen Fähigkeiten vertrauen sollten. Wir können nicht immer alles beeinflussen, was in unserem Leben passiert. Aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen und welche Schritte wir als Nächstes gehen.

Selbsthilfe bedeutet für mich, nicht allein zu bleiben, Hilfe anzunehmen und gleichzeitig selbst Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und jeder seinen Teil beiträgt, können wir gemeinsam viel erreichen.

Ein herzliches Dankeschön Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei Erwin Vartmann bedanken. Vielen Dank für dein Engagement, die Begleitung und die vielen Denkanstöße während unseres Wochenendseminars.

Es war ein schönes und lehrreiches Wochenende, bei dem wir viele Gedanken und Ideen mitnehmen konnten.

Vielen Dank für die gemeinsame Zeit und den wertvollen Austausch!

Sven Kütenbrink
Freundeskreis Lübbecke